Ferapontov Kloster Das Ferapontov Kloster ist eines der altrussischen Denkmäler aus dem staatlichen Verzeichnis der Kulturschätze von besonderer Bedeutung der Russischen Föderation. 2000 wurde das Ferapontov Kloster in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Berühmt ist dieses historische Bauensemble aus dem 15. Jahrhundert, das sich im Kreis Kirillow der Region Vologda befindet, durch einmalige monumentale Wandmalerei in der Kathedrale zur Geburt der Gottesmutter, geschaffen 1502 vom Moskauer Heiligenmaler Dionissi und seinen Söhnen. Es ist das einzige erhaltene Freskenensemble aus der Blütezeit der nationalen Kunst in ganz Russland. Von den grossen Werken Theophanes des Griechen und Andrej Rubljows sind nur wenige erhalten geblieben. Weder die Natur noch der Mensch konnten jedoch dem Wunderwerk von Dionissi etwas anhaben. Die Gesamtfläche der Wandbilder beläuft sich auf 600 qm.
Das 1398 von dem Mönch Ferapont gegründete Kloster besteht aus 6 Steinbauten des 15. - 17. Jahrhunderts umgeben von einer steinernen Mauer. Sämtliche Bauten und Fresken des Ferapontov Klosters stellen in ihrer Einheit die Idee der Gottesverwirklichung dar.
Auch das um die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts gegründete Ferapontov Kloster spielte eine grosse politische Rolle in der Zeit der Erweiterung des Grossen Moskauer Fürstentums und des Entstehens des russischen Staates. Ende des 15. Jahrhunderts - Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Ferapontov Kloster zum geistigen und kulturellen Zentrum der Region, zu einem der berühmtesten Kloster im Norden, dessen hohe geistliche Autorität selbst in Moskau geachtet wurde.
Die ganze Anlage und die Landschaft um das Kloster haben sich im Laufe der Jahrhunderte fast nicht verändert. Die Bauten und die Natur voller Ruhe regen einen Menschen zum Nachdenken über die Unendlichkeit und das menschliche Schicksal an.

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